Grundschule Asterstein  -  Lehrhohl 42-44   logo56077 Koblenz  -  Fon: 0261/74797  -  E-Mail: info@gsasterstein.bildung.koblenz.de

Sie sind hier: Start

Unterricht nach den Herbstferien

 

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

 

im folgenden mit Blick auf die aktuelle Situation noch einige Informationen der Ministerin Frau Dr. Hubig:

 

Das Infektionsgeschehen hat weiter zugenommen. In vielen Fällen sind die Haupttreiber des Infektionsgeschehens private Feiern. Wir hatten Stand 21. Oktober 2020 439 Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz, diese sind allerdings regional sehr unterschiedlich verteilt und haben unterschiedliche Ursachen. Es gibt Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von 10 Infektionen und gleichzeitig gibt es Landkreise mit mehr als 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Landesweit gleiche Maßnahmen für Schulen -wie etwa eine Maskenpflicht für alle weiterführenden Schulen –kann es bei einer derart heterogenen Lage nicht geben. Das entspricht auch den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Deshalb sind die Entscheidungen vor Ort und zugeschnitten auf die jeweilige Situation zu treffen.

 

Wenn in Ihrer kreisfreien Stadt oder Ihrem Landkreis die Inzidenz den Wert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen übersteigt, tritt unverzüglich eine Task Force für Ihre Region zusammen. Dieser Task Force gehören unter anderem das Gesundheitsamt, das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung, die Aufsichts-und Dienstleistungsdirektion sowie das Gesundheitsministerium, das Innenministerium und das Bildungsministerium an. Die Task Force bewertet das lokale Infektionsgeschehen sorgfältig und empfiehlt geeignete Maßnahmen, auch für die Schulen der Region, die anschließend durch Allgemeinverfügungen der zuständigen Ordnungs-

behörden erlassen werden. Durch die Teilnahme der Landesregierung wird die Einheitlichkeit der zu treffenden Maßnahmen bei vergleichbaren Situationen sichergestellt. Wichtig ist: Eine Überschreitung der Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen bedeutet nicht automatisch, dass es Maßnahmen für Schulen geben muss. Denn es ist ein Unterschied, ob eine bestimmte Inzidenz durch ein singuläres, eindeutig lokalisierbares Ereignis, etwa in einem einzelnen Gewerbebetrieb, oder durch ein breites Infektionsgeschehen innerhalb der Bevölkerung hervorgerufen wurde. Zu den Empfehlungen, die die Task Force aussprechen kann, gehören beispielsweise das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzbedeckung im Unterricht, aber

auch der Übergang in einen Wechsel zwischen Fern-und Präsenzunterricht.

 

Überregionale Studien und Erhebungen seitens des RKI und eine neue Studie des Bonner Institute of Labor Economics (IZA) zeigen: Kinder und Jugendliche sind seltener betroffen als Erwachsene. Darüber hinaus werden Infektionen oftmals von außen in die Schulen getragen, Schulen sind nicht die Treiber der Pandemie.

Auch die Untersuchungen unserer rheinland-pfälzischen Gesundheitsämter kommen zu dem Ergebnis, dass in Schulen vor Ort nach den Sommerferien in der Regel keine Ansteckungen stattgefunden haben. Bei den Sekundärfällen, also wenn ein Indexfall eine andere Person infiziert, haben uns die Gesundheitsämter zum Stichtag 7.10.2020 landesweit seit Start des Schuljahres lediglich einen Fall genannt, in dem die Rückverfolgung eine Infektion innerhalb der Schule bestätigte. Das zeigt, dass die Hygienemaßnahmen an unseren Schulen wirksam sind.

 

Es bleibt deshalb für alle Schulen im Land wichtig, dass der Hygieneplan Corona und die allgemeingültigen AHA-Regeln eingehalten werden. Dazu kommt das regelmäßige Lüften. Das Umweltbundesamt hat eine Handreichung zum Lüften in Schulen erarbeitet. Lüften bleibt also das A und O –auch in der kalten Jahreszeit. Bei einer Stoßlüftung von drei bis fünf Minuten sinkt die Raumtemperatur vorübergehend um etwa drei Grad.

 

In der jetzigen Situation ist es unabdingbar, dass wir uns alle im Privaten wie im Beruf-

 

lichen an die Regeln halten, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben können. Wir empfehlen weiterhin die Nutzung der Corona-Warn-App. Ich weiß, dass die Pandemie für Sie und für unsere Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung ist, der Sie mit sehr großem, zusätzlichen Engagement begegnen. Wir müssen das Recht auf Bildung in dieser Zeit gemeinsam verteidigen und wir werden das in den kommenden Wochen und Monaten, solange die Pandemie andauert, weiter tun müssen. Denn Schulschließungen –das hat sich uns im Frühjahr 2020 sehr deutlich gezeigt –können immer nur das letzte Mittel der Wahl sein: Schülerinnen und Schüler brauchen den Präsenzunterricht und wir alle brauchen Schule als Ort des gemeinsamen Lernens und sozialen Lebens. Deshalb ist es richtig, dass nun vorrangig in anderen Bereichen Einschränkungen vorgenommen werden. Unsere Schulen sind von so großer Bedeutung nicht nur für die Schülerinnen und Schüler und ihren Start in ein selbstbestimmtes Leben, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt.

 

Ich versichere Ihnen, der Infektionsschutz und insbesondere der Gesundheitsschutz der gesamten Schulfamilie spielt bei all unseren Überlegungen stets eine wichtige Rolle und wir werden unsere Maßnahmen weiterhin an die aktuelle Situation und den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse anpassen.

Sie mussten sich in den vergangenen Monaten immer wieder neuen Aufgaben stellen, die Ihnen sehr viel abverlangt haben. Für uns alle ist dies eine schwierige Zeit und wir wünschen uns wieder die Normalität vor Corona zurück. Im Moment müssen wir aber mit dieser Situation leben und das Beste daraus machen –und ich bin sicher, das gelingt.

Wir werden weiterhin gut durch die Pandemie kommen und sie gemeinsam erfolgreich bestehen. Haben Sie ganz herzlichen Dank dafür.